Abschied und Neubeginn

Ein plötzlich eintretender Beziehungsabbruch, sei es durch aktives Trennen oder durch den plötzlichen Tod des Partners, führt häufig durch unterschiedlichste Sozialisation und Verarbeitung zu einer Isolation und Vereinsamung im Alltag. Oft ist es eine jahrelang erprobte Rollenzuweisung, die nun durch die fehlende Rolle des verlassenen Partners, zusätzlich zu Ohnmacht und Hilflosigkeit führt. Vielleicht wird plötzlich ein Mangel scheinbar fehlender struktureller Funktionen deutlich, der möglicherweise nur brach liegt.


Anfänglich ist das Sprechen über den Verlust und die damit verbundene Trauer das Wichtigste für uns Menschen. Die Gruppe stellt hierfür einen wohltuenden Resonanzraum dar.  Sie kann die Empfindungen jedes Einzelnen auffangen und teilen. Auch kann die Gruppe neue Impulse setzen. Gleichzeitig darf sie auch begrenzen, weil nicht jedes Leid im Detail empfunden werden muss.
In der Gruppe soll anfänglich Raum für die emotionale Verarbeitung der Trauer sein, um sukzessive an den Ressourcen, die gerade durch langjährige Partnerschaften brachliegen oder gar nicht bewusst sind, zu arbeiten. Erst durch das Bewusst werden dieser inneren Stärken, wird auch ein Inneres sich trennen vom Partner leichter. Möglicherweise treten nun auch andere Gefühle in Bezug auf das Verlassen sein auf.

 

Das Angebot

In einer geschützten Gruppe von maximal 8 Teilnehmenden sollen folgende Fragen und Themen im Austausch angesprochen werden.
Was macht meine Trauer aus?
Wie bekomme ich einen Zugang zu meiner Trauer?
Wie kann ich sie verstehen und ausdrücken?
Wie kann dieses Gefühl als lebendiger Anteil in meine Alltagsrealität integriert werden?
Wie komme ich zu eigenen Stärken und kann daraus positive Strategien entwickeln?
Mit Achtsamkeitsübungen, Erfahrungsaustausch in der Gruppe und Methoden aus der Systemischen Therapie, wollen wir zusammen neue Wege gehen, die sich aus der gemeinsamen Arbeit heraus zeigen und sie dabei unterstützen.


Die Gruppe wird über 10 Sitzung a 1,5 Stunden von einem Beraterteam, bestehend aus Leitung und Co Leitung, geführt. Sie legen am Anfang die Regeln für den Gruppenablauf fest. Die Regeln sind aus der allgemeinen tiefenpsychologisch dynamischen Gruppentherapie entnommen und sind für alle GruppenteilnehmerInnen verbindlich.
Die Gruppe verpflichtet sich zur Schweigepflicht gegenüber Dritten.


Willkommen sind alle Menschen, die sich aufgrund einer Trennungssituation oder durch den Verlust eines Partners auf den Weg machen wollen, etwas zu verändern. Geschlecht und Alter stellen keine Begrenzung dar. Das früheste Einstiegsalter sollte jedoch mindestens 20 Jahre betragen. Jeder Gruppenteilnehmer ist für sich selbst verantwortlich. Personen mit einer schweren Depression mit suizidalen Absichten oder aktivem selbstverletzendem Verhalten, können an dieser Gruppe nicht teilnehmen. Es findet anfänglich ein Vorgespräch mit der Leitung statt.

Start: 4. April – 23.Mai 2019, Donnerstags 17:30 – 19:00 Uhr, 10 Termine